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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 552,00 € |
557,60 € |
-5,60 € |
-1,00 % |
24.04/11:34 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0008430026 |
843002 |
- € |
- € |
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Munich Re verbucht Halbjahresverlust 04.08.2011
aktiencheck.de
München (aktiencheck.de AG) - Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Munich Re) (ISIN DE0008430026 / WKN 843002) gab am Donnerstag bekannt, dass sie im ersten Halbjahr einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit einer hohen Belastung durch Naturkatastrophen zusammenhängt. Für das Gesamtjahr 2011 strebt man indes weiterhin einen Gewinn an.
Den Angaben zufolge ist Munich Re - nach sehr hohen Belastungen durch Naturkatastrophen im ersten Quartal 2011 - im zweiten Quartal mit einem Ergebnis von 738 (Vorjahr: 709) Mio. Euro wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im gesamten ersten Halbjahr verzeichnete man allerdings noch einen Konzernverlust von 210 Mio. Euro (Vorjahresgewinn: 1,19 Mrd. Euro).
Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard: "Es war eine außergewöhnliche Häufung von Großschäden, aber genau dafür ist Rückversicherung da. Denn ein gut ausgebautes und funktionierendes Versicherungs- und Rückversicherungssystem trägt dazu bei, Katastrophen dieses Ausmaßes zu bewältigen." Auch im zweiten Quartal gab es hohe Schäden durch Naturkatastrophen, insbesondere bei mehreren Tornadoserien in den USA.
Laut Munich Re war ERGO im ersten Halbjahr vor allem wegen einer Incentive-Veranstaltung für Vermittler, die 2007 in Budapest stattfand, und dem Umgang mit fehlerhaften Antragsformularen für Riester-Renten in die Kritik geraten. Die Ereignisse bei ERGO bedauerte von Bomhard und betonte gleichzeitig: "Die Fehler der Vergangenheit zeigen, dass der eingeschlagene Kurs der ERGO notwendig und richtig war. ERGO wird zeigen, dass Kundenorientierung und eine hohe Beratungsqualität, Transparenz und Offenheit der Schlüssel zum Erfolg sind."
Die Gruppe erzielte von Januar bis Juni ein operatives Ergebnis von -437 Mio. Euro (Vorjahr: 2,22 Mrd. Euro). Im zweiten Quartal wurde ein operatives Ergebnis von 947 Mio. Euro (Vorjahr: 1,45 Mrd. Euro) erreicht. Das Eigenkapital sank im Vergleich zum Jahresende um 11,8 Prozent auf 20,3 Mrd. Euro. Die Gründe dafür waren: der Verlust im ersten Quartal, der relativ starke Euro, die Dividendenzahlung von 1,1 Mrd. Euro und ein infolge der Kapitalmarktentwicklung eingetretener moderater Rückgang bei den Bewertungsreserven. Annualisiert lag die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (RoRaC) bei -2,2 Prozent, die Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) bei -2,0 Prozent. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 10,3 Prozent auf 24,9 Mrd. Euro; von den Beiträgen entfielen 12,0 Mrd. Euro auf das zweite Quartal.
Für das Gesamtjahr 2011 bekräftigte von Bomhard: "Trotz der außergewöhnlich großen Schadenbelastungen wollen wir ein positives Jahresergebnis erzielen." Dies gelte auch, wenn im weiteren Verlauf des Jahres erneut Großschäden eintreten, solange sie das durchschnittlich zu erwartende Ausmaß nicht wesentlich überschreiten.
Die Aktie von Munich Re gewinnt aktuell 1,87 Prozent auf 99,64 Euro. (04.08.2011/ac/n/d)
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